Ich schaffe nichts, was ich mir vornehme.
Und dessen bin ich mit bewusst, ich versage.
Ich habe keine Kontrolle über mich und meinen Körper.
Ich habe keinen Halt im Leben.
In der Vergangenheit habe ich meinen Halt im Hungern gefunden.
Tagelang, wochenlang ohne Essen.
Ich hatte etwas, das mich von meinem Inneren abgelenkt hat.
Dann verschob sich mein Selbstbild.
Ich war in meinen Augen immer noch fett, obwohl ich dünn war.
Im Nachhinein sehe ich es auf Fotos.
Mein Körper von der Seite:
Schlüsselbeine, Rippen, Hüftknochen.
Ich hatte Kontrolle über mich.
Ich gefiel meinen Eltern, zum ersten Mal.
Ein Grund mehr für den Hass.
Denn es ging mir alles andere als gut, weder psychisch noch körperlich.
Jeden 2. Tag ein Zusammenbruch,
immer Kälte,
kaputte Haare,
kaputte Nägel,
keine Kraft,
immer nur liegen; schlafen.
Unter völliger Erschöpfung wollte ich, dass es aufhört.
Ich habe mich gezwungen zu essen, unter Tränen, immer und immer wieder.
Ich habe wieder zugenommen und zwar nicht wenig.
Aber gesund bin ich nicht.
Es ging Tage, an denen ich in alte Muster zurück falle oder auch flüchte.
Dann kann ich nicht essen.
Aber ich weiß mittlerweile, dass ich muss.
- wenn ich leben will.
Aber ich bin noch nicht stark genug für mich allein zu sorgen.